Das Geschäft Jacques Stinkens Orgelpijpenmakers b.v. wurde von Jacques Stinkens Sr. (1875-1946) gegründet. Nachdem er einige Jahre bei Orgelbetrieb Verschueren in Heythuysen gearbeitet hatte, eröffnete er 1914 eine eigene Werkstatt an der Adresse Nooitgedacht in Zeist. Hier stellte er ausschliesslich Labialpfeifen her. Nach mehreren Umzügen festigte sich das Unternehmen in 1939 auf der heutigen Adresse auf der Antonlaan in Zeist. In 1946 übernahmen die zwei Söhne von Jacques Stinkens Sr. die Geschäftsleitung, das heisst: Pierre (1905-1973) und Jacques Jr. (1915-1992). Sie haben das Unternehmen zu grosser Blüte gebracht.
Neben der Produktion von Labialpfeifen fertigte man nun auch Zungenstimmen. Pierre spezialisierte sich in der Intonation, vor allem von Zungenstimmen, während Jacques Jr. die allgemeine Leitung auf sich nahm. Das Familienunternehmen zeichnete sich durch ein grosses Maß von Zusammengehörigkeit aus. Man wollte ein gutes Produkt liefern und jeder trug dazu bei.
Die Orgelbauer die die Werkstatt besuchten, konnten auf einen herzlichen Empfang rechnen, oft im dem Familienkreis von Pierre oder Jacques.
Pierre starb 1973. Da er drei Töchter hatte (Tineke, Anneke und Lidwien) - die die Geschäftsleitung nicht auf sich nehmen konnten – und weil die Ehe von Jacques Jr. ohne Nachwuchs blieb, hatte man sich schon vorher um einen Geschäftsnachfolger bemüht.
1992 starb Jacques Stinkens Jr. In der Erinnerung seiner Kunden bleibt er der erfahrene Pfeifenmacher, der sie nicht nur technisch beriet sondern auch persönliches Interesse ausstrahlte und dabei auch viel Humor hatte.

Er war 1957 einer der Mitbegründer von I.S.O. (International Society of Organbuilders) und danach ein treuer Besucher der zweijährlichen Kongresse- zusammen mit seiner Frau Ilonka.
Theo Elbertse - Direktor - , Rob Weber - Zweiter Direktor - und ihren 28 Mitarbeitern verbürgen sich für ein gutes Produkt: nicht erstaunlich mit 90 Jahren Erfahrung!
Im Jahr 1969 kam Theo Elbertse (geboren 1947, Sohn eines Orgelbauers) die Reihen verstärken. Nach Vollendung einer gediegenen internen Ausbildung als Pfeifenmacher wurde er 1974 in die Geschäftsleitung aufgenommen.

1977 trat Rob Weber ein, der heutige Zweite Direktor. Da seine beiden Eltern beim Denkmalsschutz tätig waren, hatte er schon als Kind reichlich Interesse an (alten) Kirchen und Gebäuden.
  
Pierre und Jacques Stinkens Jr. zwischen Ihren Mitarbeitern  (1962)
Bitte hier klicken für eine Großaufnahme
Das Löten einer Labialpfeife
Theo Elbertse
Rob Weber
Jacques Stinkens Sr.
Bronzebild vom Personal
angeboten 1914-1964
  
Pierre und Jacques Stinkens Jr.  (1962)
Bitte hier klicken für Mitarbeiter

Oktober 1987
Dürch M. Seybel


Jacques Stinkens fertigt seit dem zweiten Weltkrieg auch Zungenstimmen an. Wegen eingehenden Untersuchungen spricht man von "deutlichen Fortschritten" in Qualität und Klang einer Zungenstimme.
„Früher stellten wir die Zungenstimmen – genau sowie die Labialregister – gemäß einem standardisierten im voraus bestimmtes Verfahren her. Ein solches Verfahren kann man in den letzten fünfundzwanzig Jahre nicht mehr verkaufen. Wir stellen jetzt zielgemäss auf Kundenwunsch her. Damals hatten wir eine Fabrik, jetzt eine Werkstatt. Die Unterschied kann man hören. Pfeifen machen ist schon lange ein Handwerk, und so soll es bleiben.” 

                                                                               (Hier schliessen)